Rick Eisenmenger

Keine Hochzeiten und keine Katzen! Etwas Besonderes zu erschaffen, zu kreieren, zu modellieren, und die Schönheit oder das Extravagante zur Schau zu stellen weckt meine Neugier. Fürs Töpfern habe ich zwei linke Daumen und mit meinen Blockflötenkünsten gewinne ich keinen Preis. Aber mit offenen Augen durch die Welt gehen und sie als Standbild dokumentieren, draufhalten und abdrücken, daran fand ich schon in den späten 90er-Jahren Freude.
 
Mit der ursprünglich zur Dokumentation einer Reise angeschafften Point-and-Shoot-Kamera (ich wechselte munter zwischen Olympus µ und Canon Ixus) erfuhr ich, wie viele Aspekte ein Fotograf beeinflussen kann, um das Motiv in ein besonderes Licht, seine persönliche Interpretation zu setzen. Genau mein Ding. Schon damals zeichnete sich ab, dass die noch in 640-x-480-Pixel-Kinderschuhen steckende digitale Fotografie die Welt erobern sollte. Und so wartete ich geduldig bis 2004, um mir endlich eine DSLR, eine Nikon D70s mit Mittelklassezoom von Tamron zuzulegen. Und tatsächlich, das neue Werkzeug erweiterte den kreativen Spielraum um ein Vielfaches. So viel mehr Auflösung und Schärfe und das Spiel mit der Tiefenschärfe faszinieren mich auch heute.
 
Das offene Auge benötige ich freilich immer noch, aber es ist kritischer geworden. Wer einmal mit 5.000 Fotos aus dem Urlaub zurückgekommen ist, oder, noch schlimmer, 5.000 Urlaubsfotos auf einer Familiendiashow ansehen musste, weiß Bescheid: Weniger ist mehr. Und so geht es mir auch dieser Tage um die Betonung einzelner Aspekte eines Fotos. Ob Stimmung, Symmetrie, Minimalismus oder Kontraste ist mir egal. Denn für mich ist der Reiz, das Besondere aus dem Motiv und der Aufnahme herauszuholen - auch in der Nachbearbeitung.

 

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