Bild des Monats Februar

Foto "Above Rosenthahler Strasse" von Jean Möller
Above Rosenthahler Strasse

Zum Februar-Wettbewerb lagen 23 Fotos vor, die durchweg ein gutes Niveau hatten. Das konnte man u.a. daran erkennen, dass oft auch an Fotos mit nur wenigen Punkten kaum etwas auszusetzen war. Oft war nur das Motiv nicht eindrucksvoll genug, um Bewertungen anzuziehen. Eine technisch guter Bildaufbau und gute Bearbeitung allein reichte dafür nicht aus.

Das Siegerfoto von Jean Möller "Above Rosenthahler Strasse" hat vieles, was ein gutes Foto ausmacht: ein interessantes Motiv, ein gutgewählter Kamerastandpunkt, perfekter Bildaufbau, gekonntes Spiel mit Schärfe und Unschärfe sowie eine gute Bildbearbeitung.
Der dem Motiv innewohnende Witz (war dem Fahrradbesitzer der Gepäckträger evtl. wichtiger als das Rad, hat er doch diesen angeschlossen?) verlieh dem Bild das gewisse Etwas. Das alles zusammen brachte dem Foto die beste Bewertung des Abends.
Manch einer hielt die Bearbeitung für überschärft (speziell den Lampenpfahl). Mag sich jeder Betrachter hierzu selbst sein Urteil bilden. Der Gruppenbewertung tat dies keinen Abbruch.


 

Foto "Straßenbahn im Wolkenbruch" von Jörg Leppin
Straßenbahn im Wolkenbruch

Das zweitplatzierte Foto "Straßenbahn im Wolkenbruch" von Jörg Leppin war ganz andersgeartet. Ein Beispiel dafür, dass man bei schlechtem Wetter gute Bilder machen kann. Interessant war die Diskussion darüber. Einige fühlten sich von dem Bildrauschen abgestoßen. Für andere war es eine passende Umsetzung des starken Regens. Hier trafen zwei Auffassungen bei der Bewertung aufeinander. Unabhängig davon wird das digitale Rauschen mittlerweile in der Fotowelt immer mehr als Ersatz für die Filmkörnung aus analogen Zeiten akzeptiert. Dort wo es zum Motiv passt, kann es die athmosphärische Wirkung unterstützen.

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